Mittwoch, 27. Mai 2009

Dia Internacional

Einen wunderschönen guten Abend allerseits!
Wie jedes Jahr in meiner Gastorganisation (Aci) hier, wird ein sogenannter "Dia Internacional" (Internationaler Tag) gefeiert, auf denen alle Freiwilligen aus den verschiedensten Ländern die Möglichkeit bekommen, ihr Land mit verschiedensten dingen wie Essen, nachgebaute berühmte Gebäude, Tänzen, Gesang, Spielen, Infomaterial etc. zu repräsentieren!
Eine Woche (18.-22. Mai) lang wurde das Büro von der Organisation als Werkstatt genutzt um die verschiedensten dinge zu planen, bauen, bemalen, kochen oder zu proben!
Ich selbst war im Außendienst tätig um beispielsweise die deutsche Botschaft, alle hier vorhandenen Autohäuser, Oettinger, Paulaner, verschiedene Supermärkte und hier ein neu eröffnetes deutsches Restaurant um Spenden/Material zu bitten um Deutschlad bestmöglich repräsentieren zu können! Am Ende konnten wir wegen der vielen Spenden sogar eine Verlosung machen und "gutes" deutsches Bier verkaufen! Absoluter Höhepunkt des Außendienst war es, dass ein Thüringer Metzger des deutschen Restaurants für uns die gute alte deutsche Weißwurst verkaufte!
Darüber hinaus hatten sich die deutschen, die im vergleich zu anderen Gruppen in absoluter Mehrheit war, sich vorgenommen, um den 60 Jährigen unserer Bundesrepublik gebürdig zu feiern, die Mauer wieder auferstehen zu lassen, dazu übrigens mit Meinungen von der 89' er Generation,
eine deutsche Torwartwand, mit dem daneben stehendem Lehmann, in den man von hinten seinen Kopf steckt um sich fotografieren lassen zu können und ein "Made in Germany" Infostand, wo man alles das bewundern konnte, was zurzeit so tolles in Deutschland hergestellt wird auch wenn dabei Audi uns zu Anfang nicht glauben wollte, dass sie ursprünglich eine deutsche Firma sind und deshalb wir Infomaterial gerade von IHNEN brauchten!
Aber auch andere Gruppen, wie Schweden, die uns übrigens bei ihren Aktivitäten (wie volkstypische Tänze und Spiele) das Gold bei der Jury vermiesten und wir nur zweiter wurden oder Dänemark, die trotz ihrer wenigen Leute, mit ihren vielen Essensangeboten und Dekorationen einen unerwarteten dritten Platz belegten! Auch Spanien und Portugal, die beispielsweise nur zu zweit waren und dabei noch beide Länder zusammen represäntieren mussten, hatten neben ihren leckeren köstlichkeiten, zu denen auch unter anderem feinster Sangria gehörte, eine Festung um ihren Stand gebaut!
Bei allem stand letztendlich aber nicht das Geld/ Business im Vordergrund oder etwa den Drang zu haben unbedingt erster sein zu wollen, vielmehr ging es darum Spaß daran zu haben etwas gemeinsam zu schaffen ohne dabei unbedingt eigenen nutzen davonzutragen, was mich persönlich besonders beeindruckt hat! Dementsprechend gut war auch die Arbeitsatmosphäre in der Vorbereitungswoche mit viel spaß und wenig streit, stress oder sorgen, was die Mehrheit der Welt im normalen Berufsleben hat!
Ich hoffe die Fotos, auch wenn kaum welche von der Vorbereitungswoche gibt, können das nocheinmal verdeutlichen!
Die deutschen ließen sich es am Ende noch nicht einmal nehmen, den zweiten Platz mit einer Champagnerflasche und unserem guten altbekannten "Ohhh wie ist das schön" zu bejubeln!
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle nocheinmal an alle, die so tatkräftig für den Tag mitgearbeitet haben!
Einen ganz herzlichen Gruß nach Deuschland an alle!
Euer Mo

Montag, 4. Mai 2009

Nach langer Zeit mal wieder!

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle vorweg an alle, die trotz meiner doch sehr langen Pause des Postens, doch noch die Zeit und das Interesse gefunden haben noch einmal die neusten News des Mo in Costa Rica Blogs nachzuprüfen! Scheut euch auch ja nicht, die Einträge zusätzlich zu Kommentieren!
Es ist seitdem letzten Update natürlich viel passiert, wahrscheinlich soviel, dass ich wenn ich es ausführlich umschreiben würde, ganze Bücher damit füllen könnte! Deshalb hier nur das wichtigste kurz und knapp umschrieben:
Vor c.a. einem Monat kamen meine "leiblichen" Eltern zu besuch! Was am Anfang ein klein wenig komisch und ungewohnt war, wurde dann über die Reise, die uns für 2 Wochen an die wirklich sehenswerten Orte von Costa Rica brachte, eine nette Art, die Welt zu erkunden!
Natürlich gab uns dabei, außer bei unserer ersten Reisestation ( Tortuguerro Nationalpark), die dänische Kronfolgerin Cecillie starke Unterstützung! Sei es also eine Bootstour auf den von Kaimanen nur so wimmelnden Gewässern von Tortuguerro, eine verteidigungsoffensive von Essensutensielien vor diebischen Affen in Manuel Antonio, eine halsbrecherische Canopytour in Monteverde, die glühend heiße tötliche Lava vom noch aktiven Vulkan Arenal oder die verdammt heiß- gefährliche scheinende Sonne am Playa Conchal, der fast Familie Pruss/ Thronfolgerin Jensen konnte das alles nur wenig anhaben! Die Fotos dieser 2 echt einmaligen Wochen werde ich versuchen noch schnellstmöglich hochzuladen!
Das allerdings ist nicht das einzige, was in Sachen Reisen der letzten Zeit so anstand!
Zum ersten mal, hat der "Mo in Costa Rica" das Land verlassen und war für 4 Tage "Mo in Panama"! Ursprünglich war der Trip für die Ausreise und wieder Einreise nach Costa Rica für Cecillie (Novia) wegen ihres Visas geplant! Wir konnten uns es aber nicht nehmen lassen, dies für eine kleine Reise nach Bocas del Toro (Inselgruppe an der Karibik und gehört zu mit einem der sehenswertesten Plätze Panamas) auszunutzen! Leider konnten wir die wenige Zeit, da die hin und Rückreise jeweils 8 Stunden in Anspruch nahm, nicht für mehr als mit einem geliehenen Roller die Insel zu erkunden und einen Tag tauchen mit Delfingucken nutzen!
Trotzdem haben wir es beide genießen können und sogar neue Kontakte von Alaska bis Australien schließen können! Die Fotos stehen schon bereit!
Nach immer mal wieder kleineren Vorkomnissen mit der Familie hier, hat sich aber das Verhältnis zu dieser aber überwiegend zum guten gewendet und ich hoffe natürlich auch, dass sich das, bis zum Ende auch noch so halten lässt!
Das Arbeiten mit den Kindern in meiner Schule macht mir nach wie vor großen Spaß! Die 4 mal Wöchentliche Pferdetherapie trägt dazu zwar gerade nicht bei, ist jedoch mit einer gewissen Mischung aus Gewöhnung und Anpassung aber noch zu verkraften! Im moment haben wir zusätzlich noch eine neue Form der Therapie im Schwimmbad, wo die Kinder, ans Wasser gewöhnt werden und/oder schwimmen lernen!
So, ich hoffe ich konnte hier soweit mein Leben mal kurz ausreichend digital Updaten und ich habe euch wieder glücklich gemacht!
Ab jetzt ist, denke ich, ist wieder mit mehr Updates meinerseits zu rechnen also mach euch auf was gefasst und viele Liebe Grüße aus Costa Rica an alle nach Deutschland!
Euer Mo


Mittwoch, 4. Februar 2009

La Mitad

Zur auf den Tag genauen "Mitad" (die Mitte) lass ich von mir hier nach längerer Zeit mal wieder was hören und versuche mal so gut wie möglich mein Leben hier auf dem Blog zu Updaten!

Leider hatte es bei der 2. Tour, die ich mit Erik an die Karibik und den Pazifik unternahm, nicht für ein Blog eintrag "gereicht". Letztendlich hatte meine Faulheit gesiegt, die mich davon abhielt, das  Blogupdaten als etwas wichtiges zu epfinden, obwohl es doch einiges Interesanntes zu Berichten gab! Ganz leer geht ihr von dem Trip aber nicht aus, da die Bilder mit den dazugehörigen Beschreibungen schon viel aussagen und hier als Fotoalbum verfügbar sind! 

Mein Leben hier im Moment ist sehr entspannend und ich kann mich über wenig beschweren, was auch manchmal schnell zur Langeweile verkommen kann, sodass man sich hier im Moment so seine Aktivitäten eher selbst suchen muss! Seit ich am 20. Januar nach hause gekommen bin, versuche ich mein Leben hauptsächlich mit viel Sport, wie Fitnessstudio besuche, joggen und das neuerdings gelegentliche Tennisspielen mit einem Arbeitskollegen von mir, der im Moment doch ähnlich wie ich relativ wenig zu tun hat, zu gestalten!
Außerdem nutze ich hauptsächlich die Zeit dazu aus, um mit den doch relativ vielen, neu kennengelernten Leuten, so wie beispielsweise eine Bonner WG, die wir an der Karibik trafen oder die Neuankömmlinge, die nun als 2. Generation gelten und auch ein halbes oder ein ganzes Jahr bleiben, Party zu machen oder nette Abende zu verbringen!
So habe ich mir zum Beispiel in meiner freien Zeit "Palmares", welches als größtes Fiesta in der Region und den Ruf als Oktoberfest von Costa Rica hat, nicht entgehen lassen und fuhr mit meiner Gastschwester Carlota und ihren Freunden in einem gemieteten Bus mit!
Hauptsächlich kann man sich unter Palmares eine Art Kirmes mit großen Zelten mit Bühne vorstellen, in denen dann in der Nacht die Party steigt! 
Mit genügend Alkohol im Blut und den richtigen Leuten ist dies für ein frewilligen in Costa Rica fast schon ein muss!
Ein weiteres nennenswertes Highlight, welches man dann auch als das letzte in meinem halben Jahr hier in Costa Rica bezeichnen kann, war unser 3- Tägiges Midterm- Camp welches bis zum 1. Februar am selben Ort wie auch schon das Anfangs Camp am gleichen Ort stattfand!
Komisch war das Gefühl hierbei zu wissen, dass man schon ein halbes Jahr hier war, man sich aber fühlte als wäre man erst letzten Monat hier gewesen!
35 im Vergleich zu 80 Leuten machte doch schon einen Unterschied der gewisse Positive Punkte, wie beispielsweise die Fiestas, aber auch negative Punkte (besonders für mich) wie die endlosen Warteschlangen an der Essensausgabe, hatte! 
Alles in allem hatte aber wieder einmal das Glück, vielen neuen interesannten Leuten zu begegnen! Die verschiedenen Aktivitäten und Übungen, die wir machten unterschieden sich Tagsüber nicht ganz so gravierend wie die am Abend, wo dann beispielsweise Wettrennen mit v Wettsaufen "Ausländer vs. Ticos" auf dem Pädagogisch sinvoll ausgearbeitetem Seminarplan stand!
Zum ersten mal wurde mir dann mein heute auf den Tag genauer halbjähriger Aufenthalt bewusst, als ich plötzlich auf dem Seminar nicht mehr als " der neue" gesehen worden bin, mit mir von Anfang an Spanisch statt Englisch gesprochen wurde und ich mich mit so einigen neuen Unterhielt und feststellte, dass die Sorgen von denen, auch mal meine gewesen waren und dass das alles schon wieder längst hinter mir liegt! 
Für mich ist nun klar, dass ich auch die 2. Hälfte meines Costa Rica Aufenthalts bestmöglich ausnutzen werden muss, mit allen Problemen und beschissenen Sachen die dazu gehören!

Soviel nun also von meiner Seite! Ich hoffe im kühlen Deutschland geht es soweit allen gut! Lasst mal bei gelegenheit von euch hören!  Auf ein hoffentlich genauso spannendes und Erfahrungsreiches nächstes halbes Jahr!!PURA VIDA!
Euer Mo

Mittwoch, 7. Januar 2009

Guanacaste und der Vulkan Arenal


Nach einem etwas anderem, aber sehr reich beschenktem Weihnachten machten sich Phillip (der mittlerweile aufgrund der teilnahme an einem anderen Austauschprogramm schon wieder in Deutschland ist) und ich, uns in den Norden Costa Ricas (Region Guanacaste) auf, der gerade in der Zeit nach Weihnachten besonders sehenswert ist!
Die angenehm leeren straßen brachten uns nach 3 stündiger Autofahrt und insgesamt 6 Polizeikontrollen auf der Strecke (AM 1 WEIHNACHTSTAG !!!) ins Zentrum (Hauptstadt der Region) Libreria! Ein kurzer Einkauf im Supermarkt, der uns unser Überleben sichern sollte, und danach ging es dahin, wofür die Region hauptsächlich bekannt ist: die z.t. echt sehr schönen Strände!
Playas del Coco, der von Libreria sehr leicht, mit dem Auto c.a. eine halbe Stunde wegliegt, stellte sich eher als Anfangsenttäuschung heraus, da hier schon der Bau von Luxushotels rundherum begonnen, hatte und eher nicht empfehlenswert ist! Dafür überzeugte der c.a. 20 Minuten entfernte "Playa Hermosa", der übrigens seinem Namen alle ehre macht
(hermoso/a= wunderschön), umso mehr und das zuletzt auch noch durch die Costa Ricanischen Familien, die hier auf Grillende Art und Weise, gutgelaunt ihren 1. Weihnachtstag verbrachten!
Da es leider keine billigunterkünfte in Playa Hermosa gab, mussten wir dann doch wieder zurück nach Playas del Coco, wo wir glücklicherweise direkt fündig wurden!
Der darauffolgende Tag sollte dann an dem doch gerade unter Nordamerikanischen besuchern (Gringos) sehr bekannten Strand von Tamarindo ein gemütlicher Surftag bei optimal kleinen Übungswellen werden! Da wir jedoch mit unserem Reiseführerwissen schon so weit waren, dass auch leider dieser Strand nicht so billigunterkunftsreich war, machten wir uns zum 30 Minuten entfernten, doch eher kleiner und verschlafenem Playa Brasilito auf, der uns einen Campingplatz bot, bei dem wir zum ersten mal das schlafen im Auto ausprobieren konnten, worauf Phillip von Anfang an ziemlich scharf war! Zu empfehlen ist es meiner Meinung nur dann, wenn man wirklich keine andere Möglichkeit hat, da doch gerade die Eingewöhnungzeit im wahrsten Sine des Wortes sehr "hart" und unbequem war! Von Anfang an war aber klar, dass unser Lebensstil möglichst nicht die 10 Dollar Grenze am Tag überschreiten sollte, sodass es doch so sein musste!
Da wir schonmal beim Lebensstil und Konsumverhalten angekommen sind, hier eine kleine Kurzbeschreibung dessen, was wir die ganze Zeit über eingehalten haben:
Am Morgen ein bisschen Cornflakes mit einer Packung Milch.... bis c.a. 2 wo wir uns ein Baguette teilten und meistens Frischkäse als Dip benutzten.... Abends dann meist 500 gr Spagetthi mit fertiger Tomatensauce und Rühreiern! Das anfängliche Zügeln meines Verlangens nach einem dicken Eis und/oder Burger King ließ dann glücklicherweise mit der Zeit nach und nach c.a. 4 Tagen ging ich in dem doch Anfang sehr ungewöhnlichen Lebensstil komplett auf!
Reisemäßig ging es bei uns am nächsten Tag weiter südlich nach dem wir 2 Stunden am direkt agrenzenden Strand Playa Conchal verbrachten mit echt vielen fies eingeölten Ticos die auf der Suche nach Mädchen wirkten wie eine Horde Löwen auf Frischfleisch!
Die Nacht verbrachten wir dann bei Phillips Gastbruder der mit einigen seiner Freunde am abgelegenen und eigentlich nur per Allradantrieb zu erreichendem Playa Avellanas campte, surfte, grillte und Abends mit allen Party machte! Soviel zu seinen Hauptaktivitäten, denen wir uns dann doch gerne bis zum nächsten Morgen anschlossen und dabei noch einen Sternenhimmel sahen, der selbst den aus Kreta schwarz aussehen ließ!
Nach dem morgens Erfolglosen surfen, ging es dann am nächsten Tag bis ganz nach unten in den Süden, der weiter Weg war, als es anfangs auf der Karte aussah. Das Hauptproblem war aber weniger die Entfernung als vielmehr der irgendwann fehlende Teer auf der Straße, der besonders mir, mehr und mehr sorgen um meinen Toyota Tercell, Baujahr 1992, machte! Als 30 Kilometerlange Offroadpiste durch die Pampas, stellten sich die Gefühlten 4 Zitterstunden und die Einsicht, dass man Malpais, was unser nächstes Ziel war, leider auch nicht hätte anders erreichen können, ein! Lerneffekt für mich war, dass Teer eines der höchsten Güter der Menschheit ist und wir uns alle glücklich schätzen können darauf fahren zu dürfen!!
Für den Strand jedenfalls hatte sich die bisher längste und anstrengendste fahrt dann doch gelohnt und obwohl auch die Suche nach einem günstigen Hostel anfangs vergeblich war, konnten wir hinterher dann doch noch einen Campingplatz mit öffentlicher Küche finden, die uns wiedereinmal zu guten Spagetthi mit Ei Kochen verhalf !
Am nächsten Vormittag durfte ich dann das bisher erfolgreichste und schönste Surfen am Strand von "Malpais" genießen! Die Wellen, das Wetter und das Erfolgserlebniss richtig durch die Welle und nicht im weißwasser gesurft zu sein, machten die 4 Stunden, in denen wir uns die Boards ausliehen perfekt!
Ursprünglicher Plan war dann zum nördlich gelegenen Strand "Samara" zu fahren, der, wie wir beim Tanken dann aber erfuhren, über noch schlechtere Straßenverhätnisse zu erreichen war, sodass wir uns entschieden an den weiter südlich nahgelegenen Strand von Montezuma zu fahren wo wir dann zufällig Sophia (eine andere Freiwillige) und ihren Freund trafen, die sich ähnlich wie wir auf der Rundreise befanden! Wir ließen den Tag, müde vom Surfen, in einem günstigen Hostel ausklingen!
Die unbedingt sehenswerten Wasserfälle von Montezuma bestiegen wir am nächsten Tag, was sich hinterher als nicht ungefährlich herausstellte, da teilweise Klettern ohne jegliche sicherung erforderlich war! Nicht zu empfehlen also für dicke, unsportliche oder Leute mit Höhenangst! Einmal angekommen jedoch schien es als sei man im Paradies! Mehrere Wasserfälle von denen ein c.a. 12 Meter hoher zum herunterspringen einlud, glasklares sauberes Wasser und eine Liane machten den spaß Perfekt!
Nachdem ging es nocheinmal mit Sophia und ihrem Freund nach Malpais zurück um den rest des Tages nocheinmal unter besten Bedingungen an den Surfskills zu pfeilen!
Am 31. waren alle Deutschen, von Isabell (andere Freiwillige), auf einer Finca von deren Gasteltern eingeladen! Da ich die Gesundheit meines Autos nicht aufs Spiel setzen wollte, ging es von der Halbinsel auf der wir uns befanden (Nicoya), mit der Fähre auf das Festland (Puntarenas) zurück! Von dort aus fuhren wir dann die schon einmal gefahrene Strecke nach Librearia, wobei die Finca am nächstgelegenden Strand (Playas del Coco), den wir schon Anfags besuchten, lag! (Wahrscheinlich per Text schwer nachvollziehbar, sodass die Karte oben die Strecke nocheinmal verbildlicht)!
Obwohl der Tag Anfangs mit dem vielen Autofahren, besonders für mich, anstrengend und ermüdent war, stellte sich das feiern ins neue Jahr mit der netten Costa Ricanischen Familie als echt etwas besonderes heraus! Über das viele tanzen, trinken und das Neujahrsschwimmgehen im eigenen Pool hat sich dann auch keiner beschwert!
Wer denkt, dass der 1. Januar ein rein verkaterter Tag war, der irrt sich! Zum Frühstück wurde Konterbier getrunken und kurz darauf verteilte der Opa der Familie (der besonders darauf aus war die Leute reihenweise abzufüllen) die ersten Wodka shots, sodass die Silvesterparty erst am 1. Januar um c.a. 7 Uhr Abends, zumindest für die meisten, gelaufen war!
Nachdem mehr oder weniger alle am nächsten Morgen ihren Kater ausgeschlafen hatten, ging es für mich weiter mit Erik, da Philip schon am 6. Januar die Heimreise antrat und vorher in San Jose sein musste!
Herzlichen Dank übrigens an dieser Stelle an Phillip, der mit mir die 5 Tage ein echt guter Campanero war!
Nachdem wir einen kleinen Abstecher nach Tamarindo ins preisgünstige und empfehlenswerte "Pura Vida" Hostel machten auf zum noch einzig Aktivem Vulkan Costa Ricas , dem"Arenal"! Die Strecke, die auf der Karte, nicht mehr als 3 Stunden lang aussah, war dann doch eine 7 stündige Tour, die mich echt umhaute und mich gut schlafen ließ! Trotzdem machten die Landschaften, die man durchfuhr vieles wieder gut! Auffällig war zudem noch, dass man kaum die Zone der Strände verlassen hatte und sich schon von der Landschaft her erst in Nordschottland fühlte und danach irgendwo im Dschungel!
Der Ort "La Fortuna" der direkt am Fuße der nicht mehr aktiven Seite des Vulkanes liegt, bietet schnelle Verbindungen zu allen Attraktionen rundum den Vulkan, sodass Erik und ich dort in einem außergewöhnlich Preisgünstigen Hostel verblieben!
Der darauffolgende Tag wurde dann zu einem Trip, verbunden mit einer kleinen Wanderung, an die Wasserfälle von La Fortuna gemacht, die man bisher nur von Destkophintergründen von Windows Vista kennt!
(Um sich selbst ein Bild zu machen, Fotoalbum steht bereit)
Da der Eintrittspreis, der hergerichteten Thermalquellen für Besucher, unser Budget sprengte, machte uns ein guter Tipp von unserem Hostelbesitzer auf einen natürlichen Fluss aufmerksam, der das heiße Thermalwasser des Vulkans genauso brachte, nur die künstliche Anlage fehlte! Wir nutzten den, am Anfang doch als normal erscheinden Fluss dann für 2 Stunden für ein heißes Bad aus! Enstpanung pur auch ohne Spa & Wellnesimage!
Der besuch des Nationalparkes des Vulkans musste dann leider ausfallen, da sich eine Wanderung bei Nebel und Regen wohl kaum gelohnt hätte, sodass wir nach 5 Stunden fahrt wieder zuhause in San Jose angekommen waren!
Zum schluss kann ich nur sagen, dass die Reise durch den sehenswerten Norden von Costa Rica sich absolut gelohnt hat, auch wenn ich am Ende, dann doch über warmes Duschwasser am Morgen, warmes Essen am Mittag, saubere Kleidung den Tag über und meiner bequemen Matratze am Abend mich dann doch ein bisschen gefreut hab!
Am Samstag wird es dann weiter an die Karibik gehen wonach ihr euch dann wieder über einen kleinen Blogeintrag freuen könnt!
Ein ganz herzliches !Pura Vida! aus dem mittlerweile echt sonnig- heißem Costa Rica und viele Liebe Grüße ins eisig kalte Deutschland!
Mo

Sonntag, 21. Dezember 2008

Der Moment

Nicht ganz unbewusst habe ich diese Überschrift einem Post gegeben, der doch relativ lange auf sich warten ließ! 
Um die Überschrift näher zu erläutern:
Dieser Moment ist gerade so schön, dass ich so viele kleine Momentkinder mit ihm haben möchte und später eine ganze Momentverwandschaft mit vielen Momentgenerationen haben will!
Kurz gesagt ist es so, dass es im Moment hier einfach läuft! Nicht nur, wegen meinem endlich Originalem Tico Führerschein seitdem ich seit dem Verlust meines Deutschen Führerscheines nur träumen konnte und der übrigens nun auch als eine Art Trophäe neuerdings meine Seite schmückt, sondern auch weil ich bis nächsten Februar Ferien habe und deshalb das große Reisen mit allem was dazugehört noch vor mir liegt! Weihnachten werde ich doch höchstwahrscheinlich noch zuhause verbringen und ab dem 1. Weihnachtstag wird es dann endlich losgehen! Der ganze Trip und alles rundherum wird dann höchstwahrscheinlich Mitte/ Ende Februar als Post auf meinem Blog erscheinen! 
Um nicht vom eigentlichem Thema "Der Moment" abzuweichen kann ich mich inzwischen über ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu meiner Gastfamilie freuen! Nach einigen kleineren oder auch zum Teil größeren Auseinandersetzungen haben sich seit Oktober die Beziehungen stetig verbessert! 
Zuletzt darf ich mein Projekt nicht vergessen zu erwähnen, dass für mich am Freitag bis Februar sein Ende gefunden hat und ich leider auch von vielen Lehrerinnen, die nach den Sommerferien woanders arbeiten werden, Abschied nehmen musste, die mir nicht nur wegen ihres z.T. echt feixen Latina Aussehens, sondern auch wegen ihrem Engagement und ihrer Geduld mit den Kindern ans Herz gewachsen sind! 
Das einzige, was den Moment, in dieser Zeit des Jahres anders macht als sonst, ist das nicht vorhandene Gefühl der Vorweihnachtszeit! Auch wenn die Dekoration es danach Aussehen lässt, fühlt sich die Vorweihnachtszeit mit 25 Grad Celsius doch ein wenig anders als zuhause an! Dem Tannenbaum beispielsweise, der bei uns im Projekt stand, konnte ich keine Glaubwürdigkeit bei diesen Temperaturen schenken! Nichtsdestotrotz denke ich, dass das eine gute Erfahrung ist Weihnachten auch mal anders kennen zu lernen! Und außerdem kann ich dann auch gerne mal auf die Solinger Vorweihnacht mit 10 Grad und Regen verzichten!
Soweit denke ich, ist für "den Moment" hier soweit alles gesagt und ich wünsche allen, die diesen Post hier brav lesen schöne Weihnachtsfeiertage und einen gesunden rutsch ins neue Jahr 2009! Lasst euch, trotz Konjunkturkrise reich beschenken und esst den ein oder anderen deutschen Weihnachtskeks mal für mich mit! (Die Vermisse ich hier wirklich!)
Ein sommerliches !Pura Vida! aus dem inzwischen sehr sonnigem Costa Rica! 
Euer Mo

Sonntag, 23. November 2008

Personalausflug nach Puntarenas oder auch Ballermanntour in Costa Rica

Unter einem "Paseo" (Ausflug) an den nächstegelegeden Strand von Puntarenas stellte ich mir das nette kennenlernen aller meiner Kollegen in meinem Projekt vor. Mit meinem Buch und meinem IPod, so dachte ich mir, könnte ich den Tag unter anderem auch zum abhängen am Strand nutzen! Die 4000 Colones umgerechnet, c.a. 6 Euro für die Busfahrt hin und zurück, sollten mich davon nicht unbedingt abhalten!
Fast pünktlich (Tico Time) ging es dann von dem Projekt um 7 Uhr Morgens los, wobei das erste Bier schon um halb 9 geöffnet wurde und meine Gedanken des braven, ruhigen Ausfluges mit ein paar Kollegen zunehmend schwanden! Gerade die jüngeren Kollegen (von 21 bis 30) erinnerten mich an manchen stellen mehr an meine zwei Trinkkompanen Ruben und Konstantin von zuhause, anstatt die Lehrerinnen und Lehrer, die sie normalerweise in der Schule sind! Infolgedessen konnte ich mich auch natürlich weniger zurückhalten und ein bestimmter Alkoholpegel verfolgte mich dann doch den ganzen Tag! 
Den Strand von Puntarenas kann man mit den Giganten Puerto Viejo und/oder Manuel Antonio nicht vergleichen, trotzdem bietete er das, was ein Strand so normalerweise zu bieten hat, sodass ich den Tag dann weitestgehend mit dem Personal meiner Schule verbrachte: Whiskey trinken, schwimmen gehen, zusammen Ipod hören, schlafen und mich doch mittlerweile echt schon gut Unterhalten können (u.a. natürlich auch durch meinen erhöhten Alkoholpegel!)
Einziger Stimmungsdämpfer, den es später beim Essen gehen gab, war, dass Maritza, Diabetikerin, 45 Jahre alt, einen oder auch mehrere über ihre Verhältnisse trank und später, auch wahrscheinlich beeinflusst durch ihre Krankheit, mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste! Nach dem gemeinsamen Essen, konnten wir sie alle, glücklich das es nichts ernsteres war, mit dem Bus vom Krankenhaus abholen! 
Die Busfahrt zurück, war der Busfahrt hin, doch sehr ähnlich! 
Party im Bus, wie als ob die Costa Ricanische Nationalmannschaft die Fußballweltmeisterschaft gewonnen hätte!
Ich meinte sogar solche Lieder (vom Personal Live gesungen) Ohhhh wie ist das schön... Ohh wie ist das schön... so was hat man lange nicht gesehen.... so schön... so schön... nur auf Spanisch rausgehört zu haben!
Die Bilder, sollten hier beschriebenen Ausflug, dann doch nochmal vertieft darstellen! 
Für mich war es definitiv ein netter Arbeitstag und ich glaube nicht, dass ich das jemals mit einer Gemeinde in Solingen- Ohligs, wo ich sonst höchstwahrscheinlich meinen Zivi abgeleistet hätte, so gut machen hätte können! 
Ganz Herzliche Saludos gehen an alle nach Deutschland die dieses Einmalige Ereignis verpassten und zum Trost nur diesen Post zu lesen bekommen!
Pura Vida!
Mo


Mittwoch, 5. November 2008

Ausflug in die Walachei

Und schon wieder gibt es einen neuen Post vom Mo! 
Costa Rica hat neben den schönen Stränden wie Puerto Viejo oder Manuel Antonio auch noch im Inland einiges zu bieten! Samstags ging es nach einer verzockten Halloween Nacht Nachmittags im Bus los! Ein Ex Exchangee namens Jaime (Costa Ricaner der in Belgien war)hatte Erik und mich zuvor auf einem ACI (Organisation hier) Fiesta, in sein Elternhaus nach Tucurrique (kleines Bergdorf) übers Wochenende Eingeladen! Nach 2 stündiger Busfahrt mit einmal umsteigen in Cartago waren wir ein einem wirklich kleinen Bergdorf mit c.a. 2000 Einwohnern angekommen, in dem, so schien es jedenfalls, jeder jeden kannte! Schnell konnte man merken, dass sich das Lebensgefühl dort, von dem Lebensgefühl in San Jose und in Escazu ( da wo ich Lebe und man nur Sichherheitsmauern, statt die Häuser selbst zu sehen bekommt)! Die kaum vorhandene Anonymität gab keinen Anlass zu Kriminalität, dass zur Folge hatte, dass unsere Türe die ganze Nacht offen stand! Die Familie empfing uns sehr herzlich und war eigentlich die ganze Zeit um alles bemüht! 
Nach einem, nicht typischer sein könnenden Abendessen, empfingen wir bei unserem Bier und Köpfchen insgesamt mindestens 15 verschiedene Leute, die mal kamen, dann wieder gingen, dann wieder kamen um uns wieder Gesellschaft zu leisten! So viel Abwechslung von unterschiedlichen Leuten, würde unserer Terasse in Deutschland auch nicht schaden! Am nächsten Morgen dann, ging es Dank Frühaufsteher Erik zeitig ins Grüne um ein kleines bisschen (ja hört sich schwul an) die Natur zu genießen! Im Dorf gab es zudem noch ein spezielles Fest, für eine Frucht Namens Pejibaye! Das Dorf, so schien es, lebte vom Expot dieser Frucht, die zwar vergammelt roch, sich mit Mayonaise jedoch gut Essen ließ! 
Jedes Wochenende wird das Haus von Jaimes Eltern, von dem die Gesamtfläche c.a.20 Qm beträgt, überlagert mit der Familie! Nebenbei gesagt zur Vorstellung einer großen Familie in Costa Rica: Jaime hat insgesamt 14 Cousins und Cousinen! Das Haus war also nie wirklich leer, was zum teil echt nette Bekanntschaften und gute Verbesserungen meines Spanisch zur Folge hatte! Gegen 4 traten wir die Heimkehr, diesmal mit Jaimes Bruder an, der sowieso nach Cartago fuhr und uns dort rausließ, sodass wir von dort einen anderen Bus nahmen! Erik schaffte es tatsächlich noch sich eine Stunde zu Unterhalten, was ich dann aber nach so einem Wochenende passen musste und mir mein Ipod im Ohr ähnlich gute Dienste leistete! 

Als Abschluss kann ich sagen, dass ich hier mittlerweile "Lebe" und mich nicht nur mehr "eingelebt habe",mein Alltag einigermaßen gefunden und mich mit der Familie nach kurzem Stress auch wieder gut angefreundet habe! Ich glaube trotzdem, viele die denken " Ja ich geh dann mal son Jahr ins Ausland" (wie Ich) wissen nicht genau, was das so bedeutet, was das für Probleme mit sich bringt und vor allem, dass ein Jahr echt lange sein kann! Das Vorbereitungsseminar in Berlin hat dabei geholfen aber ich glaube den größten Teil muss man für sich selbst herausfinden! 
Klar ist jedenfalls, dass man egal aus welcher Situation das beste machen sollte!
Soviel zu den mehr oder weniger Weisen Worten meinerseits! 
Ich sende mal an alle schöne Grüße nach Deutschland und werde jetzt mal mein Gallo Pinto
verdrücken! !Pura Vida! Mo